Welche Schnullergrößen gibt es?

Der schnelle Wachstum der Kinder versetzt Eltern insbesondere den ersten Lebensjahren immer wieder in Erstaunen und dieser führt dazu, dass sich die Bedürfnisse und Ansprüche der Kleinen permanent verändern. Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, beschäftigen wir uns im folgenden einmal mit den unterschiedlichen Schnullergrößen.


Baby steht lachend im Babybett

Welche Schnullergrößen gibt es und welche ist die richtige?

Die Frage, ob Größe 1, 2 oder vielleicht auch schon Größe 3 die richtige ist, müssen sich Eltern dann stellen, wenn sie sich auf den Nachwuchs vorbereiten. Dabei sind die Größenangaben von Schnullern so vielseitig wie die unterschiedlichen Schnullermodelle an sich. Bislang existieren noch keine einheitlichen, wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, welche genauen Größenklassen es geben sollte. Trotzdem ist es wichtig, dass das Kind einen passenden Schnuller hat, denn ist das Modell zu klein, steigt die Gefahr, dass sich das Baby daran verschluckt, beispielsweise, wenn es sich erschreckt. Ist der Schnuller hingegen zu groß und hat das Kind bereits Zähne, dann droht die Gefahr, dass das Kind das Mundstück abbeisst und sich ebenso daran verschlucken kann.


Auf das Bauchgefühl achten

Schnuller sind heutzutage meist aus Latex, Kautschuk oder Silikon gefertigt. Schnuller aus Latex und Kautschuk sind an ihrer bräunlichen Färbung erkennbar. Die meisten Schnuller, die empfohlen werden weisen eine runde Kirschkern-Form oder aber eine kieferngerechte Tropfenform auf. Dabei gibt es keine belegbaren Studien darüber, welche dieser Formen besser geeignet ist als die andere. Fest steht, dass sich Schnuller, die mit einem dünnen Hals versehen sind, generell positiver auf die Entwicklung des Kiefers des Kindes auswirken. Ratsam ist es, wenn Eltern hier ihrem Bauchgefühl nachgehen oder dem Baby selbst die Entscheidung überlassen, sofern das möglich sein sollte.


Größeneinteilung von Schnullern

Die Größeneinteilung von Schnullern richtet nach einem Stufenmodell sowie nach dem Alter des Kindes, wobei einige Hersteller nur eine dieser Bezeichnungen und andere wiederum gleich beide angeben.


Das Stufenmodell mit den drei gängigen Größen lässt sich einfach erklären:

Größe 1: Ab der Geburt bis zu 6 Monaten
Größe 2: Ab 6 bis 18 Monate
Größe 3: Ab 18 Monaten

Dabei kann es vorkommen, dass es bei den Produkten Altersabweichungen vorkommen.


Größe 1 eignet sich auch für Frühchen

Betreffend Größe 1 nutzen viele Hersteller die Alterseinteilung 0 bis 6 Monate. Diese Schnuller unterscheiden sich in ihrer Form nicht von den Modellen der Größen 2 und 3, fallen nur etwas kleiner aus. Insbesondere in der ersten Zeit muss sich der Stillprozess erst einpegeln. Aus diesem Grund raten Ärzte meist davon ab, den Schnuller zu früh einzusetzen. Hier wird empfohlen, sich vorab mit dem Arzt zu besprechen, ob der Schnuller in den ersten Wochen schon notwendig ist. Einige Hersteller bieten für Babys von 2 bis 3 Monaten spezielle Schnullermodelle an, die an der Vorderseite mit einer kleinen Öffnung versehen sind. Durch diese Öffnung spürt Baby beim Nuckeln und Saugen den Finger der Eltern. Besonders bei Frühchen werden diese Modelle gerne verwendet, da sie den Stillprozess unterstützen und die Elternbindung fördern.


Größe 2 – die klassischen Schnullerformen

Unter die Größenkategorie 2 fallen hauptsächlich die klassischen Schnullertypen- und Formen von 6 bis 18. Monate. In dieser Zeit bekommen die Kleinen auch die ersten Zähne, weshalb einige Hersteller hier auf spezielle Formen setzen, welche die Entwicklung des Kiefers fördern sollen. Diese Schnuller verfügen oftmals über etwas plattere Mundstücke, um somit im Mund mehr Raum für Zunge und Zähne zu lassen. Wer seinem Kind zu früh einen Schnuller gibt, der zu groß ist, läuft Gefahr, dass das Kind das Mundstück abbeißt und verschlucken kann. Hier sollten Eltern besonders wachsam sein und der Schnuller in der Nacht nie gewechselt werden. Zwar sind leuchtende Schnuller oder solche mit ausgefallener Form sehr beliebt, doch sollte stets darauf geachtet werden, dass das Schnuller-Schild die Nase des Kindes nicht berührt und das Kind immer gut Luft bekommt.


Größe 3 - eignen sich auch als Entwöhnungsschnuller

Kategorie 3 umfasst die größten Schnuller. Da auch die Schnuller-Schilder in dieser Kategorie größer ausfallen, wird empfohlen, darauf zu achten, dass diese mit möglichst großen Luftlöchern versehen sind, da die Haut darunter sonst schwitzt, das für das Kind unangenehm werden kann und die Gefahr besteht, dass sich Keime unter dem Schildchen bilden. Um Zahn-Fehlstellungen zu verhindern, raten Kieferorthopäden, Kindern den Schnuller zwischen zwei und drei Jahren abzugewöhnen. Um den Entwöhnungsprozess zu uerleichtern, bieten einige Hersteller sogenannte Entwöhnungsschnuller, die sich von den nirmalen Schnullern dadurch unterscheiden, dass sich das Mundstück vor den Zähnen befindet und nicht daran gesaugt werden kann.


Eine kleine Wissenschaft für sich

Schnullergrößen sind schon eine kleine Wissenschaft für sich und bei den vielen unterschiedlichen Varianten und Größentabellen kann es mitunter schwierig werden, den richtigen Schnuller zu finden. Nicht außer Acht gelassen werden sollte auch, dass sich Kinder ganz unterschiedlich entwickeln und jeder Kiefer unterschiedlich schnell wächst. Kein Kind gleicht dem anderen und mal sind die Münder kleiner und mal bekommt das Kind die seine ersten Zähne zu einem späteren Zeitpunkt. Eltern sollten hier auf ihren Instinkt vertrauen und ihrem gesunden Menschenverstand nachgehen. Ratsam ist es, sich zunächst an den Größenangaben der Hersteller zu orientieren und früh genug das nächst größere Schnullermodell zur Hand zu haben. Benutzt das Kind beispielsweise zu lange einen Schnuller, der bereits zu klein ist, dann kann das Kind ihn früher oder später ganz in den Mund stecken und sich daran verschlucken.


Bei der Frage nach der richtigen Größe können sich Eltern an folgenden Merkmalen orientieren:


  • Mit der kleinstmöglichen Größe beginnen und dann auf einen größeren Schnuller wechseln, wenn das Kind nicht mehr gut mit dem kleineren zurechtkommt.
  • Das Schild des Schnullers darf nicht mit der Nase des Babys in Berührung kommen.
  • Dass ein Schnuller noch zu groß für das Kind ist, erkennen Eltern daran, dass das Saugteil nicht ganz im Mund des Kindes verschwindet. Wenn noch ein Teil des Halses des Mundstücks sichtbar ist, sollte man noch bei der kleineren Schnullergröße bleiben.
  • Das Schnuller-Schildchen darf nicht so klein sein, dass das Kind dieses ganz in den Mund nehmen kann. Sollte dies der Fall sein, so muss ein größerer Schnuller gewählt werden. Sollte das Kind den Schnuller noch verweigern, so ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass er noch zu groß ist.

Eltern haben die Möglichkeit, zwischendurch immer mal wieder auszuprobieren, ob die nächste Schnullergröße bereits passt. Dennoch empfiehlt es sich, immer noch einen kleineren Schnuller parat zu haben, für den Fall, dass das Kind noch nicht bereit für einen größeren Schnuller ist. Ganz unabhängig von seiner Größe sollte der Schnuller nach einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten ausgewechselt werden. Schnuller, die aus Latex gefertigt sind, sollten spätestens dann, wenn er sich verformt, verfärbt oder beginnt, klebrig zu werden, ausgetauscht werden. Schnuller aus Silikon immer dann, wenn der Schnuller Risse, Löcher oder Gebrauchsspuren aufweist.


Letzte Tipps

Um die Wahl des richtigen Schnullers zu erleichtern, geben wir abschließend noch einige zusammenfassende Tipps: Ein passender Schnuller ist mit einem Mundstück versehen, dessen Hals nicht aus dem Mund des Kindes ragt, er berührt die Nase nicht, das Schild ist mit Luftlöchern versehen, sodass die Haut darunter gut atmen kann, er ist groß genug, um von dem Kind nicht ganz in den Mund genommen werden zu können, er ist kiefernorthopädisch ausgerichtet und strapazierfähig. Damit man den Schnuller in der Nacht oder im Dunkeln besser wiederfindet, eignen sich leuchtende Modelle gut. Ganz unabhängig davon, für welches Schnullermodell Eltern sich entscheiden, sollten sie immer wachsam sein und niemals versuchen, etwas zu erzwingen. Der elterliche Instinkt in Kombination mit den genannten Aspekten in Bezug auf einen Wechsel sind gute Orientierungspunkte. Ohnehin wird das Kind signalisieren, mit welchem Schnuller es sich wohl fühlt und welcher Schnuller eventuell noch nicht passt. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren.